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Gelungener Auftakt in die Rückrunde

Dios mio, was war das für ein Rückrundenstart! An einem langen und herrlichen Hockeytag lassen es sowohl Damen als auch Herren Tore regnen und holen jeweils mit 8:0 gegen die Teams vom Höchster THC die ersten Felddreier des Jahres.

Beim gestrigen Anhockeln hatte mal wirklich alles gepasst: Bei herrlichem Wetter tobten die Kids über den Platz, deckten sich mit den neuesten Schlägertrends beim Hockeyshop ein und konnten die ein oder andere Wurst vom Grill genießen. Anschließend standen dank der Flexibilität der Höchster Gäste noch die ersten Punktspiele für Damen und Herren an (dafür nochmal vielen Dank in den Frankfurter Westen!).

Die Ladies bekamen es mit einer jungen Gäste-Truppe zu tun, gegen die ein Sieg obligatorisch war, damit der Aufstiegszug weiter greifbar bleibt. Der Wichtigkeit des Spiels folgend starteten die Mädels heiß wie Frittenfett und drückten die Gäste vom Anpfiff weg in deren Hälfte. Nach dem die ersten Abschlüsse wie bsw. eine feurige Aggi von Jana noch nicht ins Schwarze gingen, war es Lotti, die nach etwa 10 Minuten den Dosenöffner machte. Nach dem kurz danach Dani per Eckenrebound und Becci nach schmackhaftem Solo schon vor der Halbzeit auf 3:0 stellen konnten, spielten die Mädels im zweiten Durchgang noch befreiter auf. Mit schönem Kontakthockey und Gier im Kreis schraubten 2x Kucki, Caro, Käthe sowie Inka per 7m das Endergebnis auf 8:0, obgleich sich die wackeren Gäste zu keinem Zeitpunkt hängen ließen. Unterm Strich eine richtig starke Teamleistung der VfL-Ladies, die sich auch mal mit einer angemessenen Torzahl für ihre griffigen Auftritt belohnen können. Mit einem Sieg heute in Wiesbaden bleiben die Girls Tabellenführer WTHC weiter im Nacken, Update hierzu folgt.

Nachdem die Zuschauer also schon in Manie versetzt waren, folgte im Anschluss das direkte Rematch bei den Herren. Nach der ungewohnt starken Hinrunde bestand dabei die Möglichkeit mit einem Win gegen den Tabellenletzten, das Polster auf den Abstiegsplatz noch deutlich bequemer einzurichten. Gleichzeitig stellte das Spiel den Aufbruch in eine neue Ära dar, denn nachdem Berti in der Pause das Trainerzepter aus beruflichen Gründen niederlegen musste, arbeiten Mo und Dan weiter an ihren ohnehin schon mannshohen VfL-Denkmälern und besetzen ab sofort gemeinschaftlich den bequemsten Trainersessel südlich von Hamburg. Zudem gab es auch die Felddebüts von Laufwunder Semy sowie Mittelfeldimperator Jockel zu feiern sowie die Rückkehr nach langer Verletzungspause von Julius zu bestaunen.
Trotz einiger Ausfälle stand eine kräftige Truppe auf dem Granulat, die dennoch am Anfang noch ziemlich Sand im Getriebe hatte. Die nur zu 11. angereisten Höchster gestalteten das Spiel zunächst durchaus ausgeglichen und verbuchten per Ecke auch die erste Chance des Spiels, die Julius aber entspannt entschärfte. Mit der Zeit kamen wir aber immer besser in Rhythmus und konnten dank eines Dreierpacks durch Jolly Jonny schon vor der Halbzeit etwas Dampf aus dem Kessel lassen. Nach dem Seitenwechsel knipste erneut Jonny relativ schnell doppelt, wodurch endgültig die Spannung raus schien. In der Folge ließen wir es manchmal etwas schleifen und waren zu sehr auf Kabinettstückchen aus, was den Höchstern auch zu lukrativen Kontergelegenheiten verhalf, die Julius aber allesamt gestochen bekam. Dennoch hatten wir das Spiel insgesamt im Griff und konnten dank einer Fackel von Alex, einem Eigentor sowie einem Sahneschlenz von Joni noch weitere Male die Tornetze testen.
Unrühmlich überschattet wurde das alles allerdings durch die erste Karte in der 26-jährigen Hockeykarriere unseres Elder Statesmans Rassi, die deshalb an dieser Stelle kurz ausführlicher nacherzählt werden muss: Nach dem vermutlich konstruktiv gemeinten Denkvorschlag seines Gegenspielers sich doch (frei übersetzt) in seinen verbalen Äußerungen einzuschränken (auf der Straße 'HDF' gesprochen), ließ Rassi dem Schiri mit der Retourkutsche in seinem gewohnt auf Eskalation ausgerichteten Habitus, dass besagter Gegenspieler das doch bitte selbst machen solle, keine andere Wahl als zur Brusttasche zu packen und mit Grün nochmal ein Auge zuzudrücken. Um dem Gegenspieler die Traumabewältigung nicht unnötig zu erschweren und weil dieser auch jünger war, war es aus Chronistensicht vertretbar diesen nicht zu sanktionieren. Unsere Entschuldigung geht auf jeden Fall raus an alle anwesenden Minderjährigen und Zuschauer, die die Nacht mit Albträumen verbringen mussten.

Das macht natürlich Laune auf die anstehende Runde, die für die Damen bereits heute bei und nächste Woche zuhause gegen DHC weitergeht, während die Jungs nächste Woche zum Rückspiel auf dem Höchster Green ranmüssen.