Herren machen Oberliga-Aufstieg perfekt – VfL 5:1 HCK

Mit dem 9.Sieg im 9.Spiel machen die Herren drei Spiele vor Rundenende den Aufstieg perfekt. Im Nord-Mittelhessenderby gegen den HC Kassel zeigen sich die Männer in Blau-Weiß voll fokussiert und buchen dank eines 5:1-Erfolgs das Oberligaticket. Mit dem letztwöchigen Kantersieg gegen SC80 IV (10:0) erspielten sich die Marburger Herren bereits am viertletzten Spieltag die erste Möglichkeit den Aufstieg in die hessische Beletage klar zu machen. Mit dem HC Kassel wartete hierfür kein bequemer Gegner, dennoch war das Ziel auch trotz einiger personeller Ausfälle vollkommen klar: Mit einem Sieg vor heimischem Panorama sollten auch die letzten Zweifel an der Ligazugehörigkeit der nächster Saison ausgeräumt und die Korken knallen gelassen werden. Vor gut gefüllten Zuschauerrängen konnte der VfL auch trotz Dezimiertheit einen schlagkräftigen 15-Mann-Kader inklusive Debütant Leonard Duden (UHC Hamburg) ins Rennen schicken. Beide Teams präsentierten sich zu Anfang noch bedächtig und defensivorientiert. Der VfL zeigte sich speziell defensiv entschlossen und fand gut in die Zweikämpfe, nach vorne verhinderten Ungenauigkeiten und Abstimmungsprobleme jedoch noch konkrete Gelegenheiten aus dem Spiel heraus.

Marburg strahlte aufgrund mehrerer Ecken dennoch mehr Torgefahr aus und konnte nach etwa 10 Minuten durch eine solche in Führung ziehen: Nachdem der Schuss noch pariert wurde, drückte Mittelfeldmotor Maximilian Hinke den Rebound über die Linie. Mit der Führung im Rücken präsentierte sich der VfL auch trotz der weiterhin wenigen klaren Torabschlüsse insgesamt als die überlegene Mannschaft. Im Mittelfeld wurden die wichtigen Duelle gewonnen, der Aufbau zeigte sich unbeeindruckt vom Kasseler Pressing. Das Offensivspiel blieb allerdings zäh, zu häufig wurden die falschen Entscheidungen gefällt und die vorhandenen Räume zu zurückhaltend angelaufen. Bis zum nächsten Highlight dauerte es somit einige Zeit, dann schaltete Constantin Wolf auf der rechten Seite den Turbo an und brachte den Ball nach einem 50-Meter-Sprint punktgenau auf den einlaufenden Simon Morherr, der in Torjägermanier veredeln konnte – 2:0 VfL.

Während Kassel auch bis zur Halbzeit Marburg-Rückhalt Andreas Böttger nicht mehr prüfen konnte, blieben weitere Marburger Chancen zur Erhöhung ungenutzt, so dass es mit diesem Stand in die Kabinen ging. Aus dieser kam der VfL zum zweiten Durchgang ungewohnt frisch und wach heraus. Offensiv jetzt viel energischer und kompromissloser setzte der VfL den Kasseler Kreis nun wesentlich vehementer unter Druck und kam so bereits nach wenigen gespielten Minuten zum nächsten Erfolgserlebnis: Kapitän Moritz von Salis-Soglio behauptete im Kreis die Kugel und löffelte per Rückhand am Keeper vorbei, wo Andreas Büchler unbedrängt einschieben konnte. Nach diesem Powerplay schaltete der VfL mit der scheinbar sicheren Führung im Rücken jedoch wieder einen Gang zurück. Kassel bekam so mehr Zugriff und konnte ein ums andere Mal in die Marburger Gefahrenbereiche eindringen. So kam der Anschluss per Eckenschlenzer in dieser Phase auch nicht überraschend.

Fast im direkten Gegenzug konnte der VfL die Spannung wieder aus dem Spiel lassen: Mit einem herrlichen Eckenschlenzer in den Giebel stellte Jonathan Eberle die Ergebnistafel auf 4:1. Spätestens mit dem 5:1 etwa 10 Minuten vor Schluss durfte auf VfL-Seite der Sekt endgültig kalt gestellt werden: Erneut Eberle zog beherzt in den Kreis und vollendete mit einem äußerst ansehnlichen Lupfer über den Keeper. Die verbleibende Zeit spielte Blau-Weiß routiniert runter, verpasste bei einzelnen Chancen noch ein höheres Ergebnis. Nichts desto trotz stand mit dem Schlusspfiff der Marburger Oberligaeinzug fest. Punktverlustfrei und drei Spieltage vor Ende als Aufsteiger festzustehen ist ein sensationelles Ergebnis, speziell die Leistung in der Hinrunde unter der bekannten Semesterferienproblematik ist nicht als Selbstverständlichkeit zu werten.

Der derzeitige Kader hat in jedem Fall Oberligaformat, wenngleich in vielen Bereichen natürlich noch Verbesserungen nötig sind. Vorher steht allerdings erst einmal das Feiern im Vordergrund, wonach wir mit drei weiteren Siegen die perfekte Runde klarmachen wollen.

Es spielten: Andreas Böttger – Georg Langwieler, Jonathan Eberle (2), Moritz von Salis-Soglio (C), Constantin Wolf, Simon Samstag – Justus Reich, Maximilian Hinke (1), Andreas Büchler (1), Leonard Duden, Torben Fisser – David Bickenbach, Simon Morherr (1), Alexander Reif und Christopher Lampert. Das bisherige Aufstiegsteam: David Bickenbach, Felix Bonn, Andreas Böttger, Andreas Büchler, Matthias Döring, Leonard Duden, Jonathan Eberle, Felix Elbe, Torben Fisser, Constantin Gebel, Moritz Großer, Maximilian Hinke, Thilo Johannes, Daniel Keil, Rasmus Klemm-Meyer, Julius Knab, Christopher Lampert, Georg Langwieler, Jonas Metzger, Simon Morherr, Andreas Münzer, Moritz Pilch, Justus Reich, Alexander Reif, Simon Samstag, Moritz von Salis-Soglio und Constantin Wolf.